Marie-Luise Dött MdB > Aktuelles > Nachrichten-Details

Ein Praktikant aus Lettland berichtet über seine politische Erfahrung im das Berliner Abgeordnetenbüro von Marie-Luise Dött

09.08.2017

 

Seit vielen Jahren nimmt das Berliner Büro von Marie-Luise Dött am Deutschen Bundestags-Programm "Internationales Parlaments-Stipendium" teil, das mehr als 100 junge und politisch aktive Menschen aus 41 Ländern vereint, um ihnen die Werte der deutschen Demokratie zu vermitteln. In diesem Jahr kommt der Praktikant aus der lettischen Hauptstadt Riga. Sein Name ist Martins Datavs und er stellt, sich und seine Erfahrungen mit dem Programm vor:

 

Die Reise in das Herz von Berlin und der deutschen Demokratie begann für mich im Herbst des vergangenen Jahres. Nach einer schlaflosen Nacht und einem sehr stressigen Auswahlgespräch, erhielt ich die Genehmigung für meine Teilnahme am "Internationalen Parlamentarischen Stipendium 2017" (IPS). Es war Zeit für ein neues Abenteuer in meiner beruflichen Entwicklung.

 

Mein Beruf ist sehr eng an die Politik gebunden - ich habe einen Bachelor und einen Master-Abschluss in Geschichte der Universität von Lettland. Unnötig zu sagen, dass sich die Geschichte von Lettland und Deutschland unterscheiden und beide Länder bis heute ihre Wege nebeneinander hergegangen sind. Ich glaube, dass es wichtig ist, aus der Geschichte zu lernen, damit wir nicht die Fehler unseren Vorfahren machen und damit wir unsere europäische Identität behalten. Deshalb denke ich, dass diese Qualität in der Politik sehr wichtig ist und das IPS Programm würde mir helfen, diese Bedeutung noch besser zu verstehen.

 

Als ich Anfang März in Berlin ankam, traf ich eine große Anzahl junge, hochintelligenter und politisch aktiver Menschen. Das waren die anderen IPS-Programm-Stipendiaten aus nahe gelegenen und fernen Ländern. Und alle kamen aus demselben Grund hierher – um zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und diese Welt zu einem besseren Ort für die Menschheit und zukünftige Generationen zu machen. Seither sind sie meine Kollegen und Freunde geworden,  nicht nur für die Dauer des fünf-monatigen Praktikums, sondern auch für das ganze Leben.

 

Jeder von uns hat die Gelegenheit, in einem Abgeordneten Büro des Bundestages zu arbeiten und durch diese Arbeit neue Erfahrungen zu sammeln. Am Anfang hatte ich keine Ahnung, was mich erwarten würde: Ein Mann oder Frau? Wird diese Person auf mich und meine Arbeit vertrauen? In welcher politischen Fraktion arbeitet dieser Abgeordnete? Wie auch immer, es gab mehr Fragen als Antworten. Ich war froh zu entdecken, dass mein Weg zur Kreuzung des Brandenburger Tors und den Büros von Frau Marie-Luise Dött und ihrem Team führte. Als Abgeordnete des Deutschen Bundestages hat Frau Dött viele Aufgaben, aber eine der wichtigsten Aufgaben ist die Führung der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der CDU / CSU-Bundestagsfraktion. Obwohl diese Themen nur teilweise für mich interessant sind, habe ich ein Maximum an positiven Erfahrungen gewonnen.

 

Während meines Praktikums im Büro bestand meine Hauptaufgabe darin, Berichte über verschiedene Themen zu schreiben. Später waren diese Berichte für Frau Dött hilfreich, um einen schnellen und einfachen Überblick über komplizierte Themen zu bekommen. Ich habe mich auch an der Büroarbeit beteitigt, was mir geholfen hat, demokratische Abläufe besser zu verstehen Aber am wichtigsten war, dass ich die Chance hatte die Sitzungen der Fraktion und der Ausschüsse zu besuchen und die Schaffung von Gesetzen und politischer Meinungen zu erleben. Um mich über aktuelle Ereignissen der Welt zu orientieren und mein Wissen zu erweitern, besuchte ich einige Vorträge und Kongresse, bei denen ich die Möglichkeit hatte, die Reden und Schlussfolgerungen vieler hochrangiger Experten aus Bereichen wie Verteidigung, Außenpolitik und andere Themen zu hören.

 

Ich war auch sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte, eine der vielen Zellen im Zentrum der deutschen Industrie zu besuchen – die Stadt Oberhausen im Ruhrgebiet. Diese Stadt ist nicht nur ein wichtiger Teilder deutschen Geschichte, sondern auch der Wahlkreis von Frau Dött. Während meines Aufenthaltes in Oberhausen, hatte Ich die Chance in die Arbeit und Funktionen deutscher Kommunalpolitik zu schauen, um genau zu sein, die Arbeit der lokalen CDU-Fraktion und des Stadtrats. Mein Aufenthalt im Wahlkreis war sehr angenehm,  weil die Mitglieder der Oberhausener Jugendorganisation der CDU-Fraktion, bereit waren, mir die Stadt zu zeigen, mit mir zu diskutieren und ihre Freizeit mit mir zu teilen.

 

Jede gute Sache kommt aber einmal zum Ende und das Programm ‘’ Internationales-Parlaments-Stipendium’’ ist eines dieser Dinge. Am 13. Juli wird es das letzte Mal in diesem Jahr sein, wenn alle Stipendiaten zusammenkommen werden und ihre Zertifikate erhalten. Danach wird jeder seinen eigenen Weg fortsetzen, aber mit einem großen Gepäck von Wissen, Erfahrung, Kontakten und positiven Erinnerungen. Mein Weg wird in meine Heimat Lettland zurückführen, wo ich sicherlich meine Erfahrungen aus dem Praktikum im Bundestag nutzen werde, um diese Welt zu einem besseren Ort für Alle zu machen. Am Ende möchte ich mich bei allen bedanken, die dieses Abenteuer für mich so bunt und verführerisch gemacht haben, vor allem den Kollegen in meinem Büro, den Projektorganisatoren aus dem Referat WI4 und natürlich allen Stipendiaten dieses Jahres.

 

Martins Datavs, IPS-Stipendiat aus Lettland, 25 Jahre.

 

Zurück