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Dött wirbt für „Meisterpflicht“

27.07.2018

In zulassungsfreien Berufen wird immer seltener ausgebildet

Um kleine Unternehmen beim Wettbewerb um gute Mitarbeiter und Auszubildende zu unterstützen, soll in diversen Berufen die Meisterpflicht wieder eingeführt werden. Dafür wirbt Marie-Luise Dött. Die CDU-Bundestagsabgeordnete verweist darauf, dass bereits seit fast eineinhalb Jahrzehnten die Zahl der Auszubildenden in Kleinstbetrieben mit bis zu neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sinkt. Für 2017 hat das Institut für Mittelstandsforschung (IFM) für diese kleinen Unternehmen nur noch einen Anteil von 16,9 Prozent am Ausbildungsmarkt ermittelt.

 

Dött wünscht sich, „dass wieder mehr Kleinstunternehmen junge Menschen ausbilden“: „Den jungen Menschen würde sich damit eine größere Chance bieten, im Heimatort oder in der Nähe des Heimatortes einen Ausbildungsplatz und möglicherweise auch eine weiter reichende berufliche Perspektive zu finden.“

 

Mit der Handwerksreform 2004 sind 53 Handwerksberufe zulassungsfrei geworden. In diesen Berufen, erklärt Dött, würde kaum noch ausgebildet. Durch „konkrete Änderungen in der Handwerksordnung“ könne eine Verbesserung der Situation erreicht werden: „Diese Änderungen müssten allerdings so erfolgen, dass sie den Bedingungen des Bundesverfassungsgerichtes wie auch der Europäischen Kommission entsprechen.“

 

Die stellvertretende Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) sieht CDU und CSU im Bund bei diesen Überlegungen auch durch den Koalitionspartner SPD unterstützt. „Es geht uns auch darum, die Qualität der Arbeit in den Kleinstbetrieben noch weiter zu verbessern“, so Dött.

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